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Vergiftung beim Hund Symptome

Die Symptomatik bei Hundevergiftungen kann sehr vielseitig sein, daher ist eine Differenzierung sehr schwierig. Die nachfolgenden Symptome sind häufig, treten einzeln oder in Kombination auf und sind mehr oder weniger lebensbedrohlich.

Zu beachten ist, dass eine eindeutige Zuordnung zu einem Gift oder die Feststellung ob es sich tatsächlich um eine Vergiftung oder um die Ausprägung einer anderen Grunderkrankung handelt, nur ein Tierarzt vornehmen kann. Starten Sie selbst keine Behandlungsversuche wenn Sie glauben das Ihr Hund vergiftet ist. Grundsätzlich ist die Ausprägung einer Vergiftung beim Hund immer akut – das heißt, die Symptome treten plötzlich auf. Wobei es hier keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Aufnahme des Giftes geben muss.

Der Hund kann also bereits vor 24 Stunden eine schädliche Substanz aufgenommen haben, die eigentlichen Beschwerden treten jedoch später, dafür aber meist heftig und schnell auf. Hiervon abzugrenzen sind die chronischen und somit schleichenden Vergiftungen bei Hunden, die eine Diagnose häufig erschweren, da die Krankheitserscheinungen nicht auf einen Schlag auftreten und daher für den Besitzer erkennbar werden.

Häufige Symptome einer Vergiftung beim Hund sind:

Erhöhter Speichelfluss bis hin zum Schäumen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Übererregung oder auch das Gegenteil (der Hund wirkt teilnahmslos), Herz-Kreislauf-Beschwerden (der Hund ist taumelig, matt, wirkt abwesend, bis hin zum Koma, weiße Schleimhäute), Probleme mit der Atmung, unklare Blutungen, Urinabsatz vermindert oder nicht vorhanden

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Weitere Symptome für Vergiftungen bei Hunden, die aber für den Besitzer nicht erkennbar sind, beruhen auf Organschäden (Leber, Niere, Blut) wie z.B. Nierenversagen, Leberversagen oder Blutarmut. Hier kann der Besitzer nur aufgrund der Begleitsymptomatik wie Erbrechen oder Harnabsatzstörungen den Tierarzt aufsuchen.

Was ist im Falle einer Vergiftung beim Hund zu tun?

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Nicht immer ist der Verlauf so dramatisch wie oben beschrieben. Idealerweise haben Sie Ihren Hund bei der Aufnahme des Giftes “erwischt”. Fahren Sie bitte umgehend zum Tierarzt, nehmen Sie die Verpackung und/oder die aufgenommene Substanz mit. In vielen dieser Fälle, ist die Zeit Ihr Freund, der Tierarzt kann beispielsweise ein schnelles Erbrechen auslösen, ein Gegenmittel geben, begleitende Infusionstherapien einleiten. Je schneller Sie sind, desto höher ist die Chance, dass das Gift noch nicht verstoffwechselt ist und den Organismus schädigt. Versuchen Sie aber bitte nicht selbst, zum Beispiel Erbrechen auszulösen. Manch eine Substanz richtet auf dem Rückweg noch mehr Schaden an (z.B. ätzende Mittel).

In Fällen, wo dies nicht so eindeutig ist, Sie also aufgrund des schlechten Allgemeinbefindens Ihres Tieres eine Vergiftung in Betracht ziehen, sollten Sie vor allem Ruhe bewahren. Bitte bedenken Sie, dass sich Ihre Aufregung auf das Tier überträgt. Dies kann im Zweifelsfall den Zustand verschlimmern, ein unruhiges oder gar panisches Tier hat ein viel größeres Risiko, einen Kreislaufzusammenbruch oder Schock zu erleiden. Handeln Sie besonnen. Rufen Sie den Tierarzt an und schildern die Symptomatik, dann kann er sich während Ihrer Fahrt in die Praxis auf den Notfall vorbereiten oder Sie direkt in die nächste Klinik schicken.
Nehmen Sie alles mit, was von Interesse sein könnte. Ausscheidungen und Erbrochenes können bei der Diagnostik sehr hilfreich sein, auch verdächtige leere oder angenagte Packungen mitnehmen, vielleicht hat der Hund den Inhalt gefressen. Versuchen Sie so genau wie möglich die letzten Tage oder Stunden zu rekonstruieren – was könnte der Hund getrunken oder gefressen haben – drinnen oder draußen. War irgendetwas anders – hat der Landwirt die Felder gedüngt, haben Sie selbst etwas angewendet oder herumstehen lassen. Seien Sie in jedem Fall ehrlich, wenn Sie dem Hund ein Medikament oder ungewöhnliche Nahrungsmittel (alles, was kein Hundefutter ist) verabreicht haben, sagen Sie es bitte unbedingt dem Tierarzt. Falsche Scham kann Ihren Hund das Leben kosten.

Wenn Ihr Hund krampft, achten Sie darauf, dass er nirgendwo herunterfallen oder sich den Kopf stoßen kann. Legen Sie zur Beruhigung eine Hand auf die Schulter und sprechen Sie leise mit Ihm – selbst wenn er nicht bei Bewusstsein ist, wirkt dies beruhigend und ausgleichend. Fassen Sie niemals in den Fang – Hunde können ihre Zunge nicht verschlucken – der Kieferspasmus kann zu jedoch schwere Verletzungen an Ihre Hand führen. Bei Gefahr des Erstickens durch Fremdkörper und / oder Erbrochenes nehmen Sie ausschließlich Hilfsmittel, wenn möglich aber bitte nicht selbst eingreifen.

Wenn Ihr Tier in einem kritischen Zustand ist, bitten Sie jemanden zu fahren und richten sich mit dem Hund auf der Rückbank oder im Kofferraum ein – achten Sie aber auf die eigene Sicherheit – gerade bei Erregungszuständen kann Ihnen auch der eigene Liebling gefährlich werden. Es ist möglich, dass er quasi vorübergehend unzurechnungsfähig ist. Führen Sie das Fahrzeug selbst, fahren Sie bitte auch in dieser Stresssituation umsichtig. Überhöhte Geschwindigkeit und Unkonzentriertheit sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer. Wenn die Fahrt am Baum endet, ist niemandem geholfen.

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Hier finden Sie eine Auflistung was giftig für Hunde ist.

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